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John Hodian ist Komponist, Dirigent, Pianist, der mit seinen Arbeiten eine große Bandbreite an Ausdrucksformen abdeckt – von Klassik bis Jazz, von Rock bis Rap, von traditionellem bis Avantgarde-Theater. Hodians Musik vermittelt Gefühle von tiefster Melancholie bis hin zu intensiver Lebendigkeit. Seine berührenden wunderbaren Melodien, die anspruchsvollen Rhythmen und die gefühlvolle Intensität spiegeln wohl seine zwei Seiten – seine armeni-schen Wurzeln mit der klassischen Musikausbildung auf der einen Seite und die Jahre, die er mit avantgardistischen Jazzimprovisationen verbrachte, auf der anderen. Geboren in Philadelphia, begann John mit 13 eine klassische Ausbildung in Klavier und Komposition. Sein unstillbarer Hunger nach Büchern führte ihn in die örtliche Bücherei, wo er eine Sammlung von Partituren und Aufnahmen vorfand, die diesen Ort schnell zu seinem zweiten Zuhause werden ließen.“Ich verbrachte einen Gutteil meiner Jugend mit einem Kopfhörer auf dem Kopf, versunken in Platten von Schostakowitsch, Stravinsky und Bach.“ Hodian nahm den Familienflügel in Besitz und begann mit Kompositionen, in denen er den Grundstein für die ausgeprägte Rhythmik und den melodischen Stil legte, wie sie später in seiner Musik, mit der er einen Emmy gewann, auf der ganzen Welt gehört werden sollte. „Ich war schon immer ein Komponist. Schon meine allerersten Erfahrungen am Klavier führten dazu Neues zu schaffen. Ich lehnte es ab die Musik anderer nachzuahmen. Und ich habe wirklich Glück, dass ich nie etwas Anderes tun musste als zu komponieren, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen.“ Er legte in den Bereichen Komposition und Dirigieren seinen Bachelor- und Masterabschluss am Philadelphia College for the Performing Arts ab, wo er zusammen mit Max Rudolf, Theodore Antoniou, Robert Morris, Joseph Castaldo und Andrew Rudin studierte. John verbrachte außerdem einige Sommersemester am Naropa Institute in Boulder, wo er sowohl Klavier und Improvisation zusammen mit Art Lande, Ralph Towner studierte wie auch Literatur und Dichtung mit Allen Ginsberg und William Borroughs. Er lehrte Komposition und Musiktheorie an der University of Arts und war gleichzeitig Dirigent des Philadelphia New Music Esembles und beigeordneter Dirigent des Philadelphia Youth Orchestra. 1984 gründete John das erste voll digitalisierte Musikstudio in Philadelphia, wo er seine Karriere im Bereich Film- und Fernsehmusik begann. In den letzten 15 Jahren vertonte er über 250 Dokumentarfilme, gewann 1992 den New York Emmy Award für die „beste Musik für eine Filmdokumentation“. 1990 schuf er mit der Gründung von Epiphany Records eine Plattform zur Förderung und Veröffentlichung innovativer Komponisten und Songwriter. John’s Musik findet man in Emmy-Award-gekrönten Dokumentarfilmen, in Kompositionen, die für Tanzformationen geschaffen wurden, bei Kammermusik-Werken, Bühnendramen, Musiktheaterstücken... Sein Musikschauspiel „Sweet Theresienstadt“, produziert von En Garde Arts und Theater Archa, wurde ein Jahr lang in Prag aufgeführt; darauf folgte eine Tournee nach Warschau und Berlin. John wurde zum festen Mitarbeiter und Komponisten an das Sundance Theater Institute berufen und arbeitete darüber hinaus mit führenden Theaterpersönlichkeiten wie Anne Bogart oder Israel Horowitz zusammen. John’s aktuelles Werk ist ein umfangreiches Musiktheaterstück mit dem Titel „Spirit“, das auf der Lebensgeschichte des französischen Bühnenautors Antonin Artaud basiert. „Spirit“ gewann den „New Dramatist Frederick Lowe Award für Musiktheater“, ein Workshop dazu ist für die nächste Zukunft geplant. Zusammen mit Bet Williams leitet er das Epiphany Project; ebenso arbeiten sie zusammen an dem Musiktheaterstück „Postcards from Beulah“.
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